Altdeutsche Schieferdeckung an der St. Jakob Kirche in Köthen erfolgreich abgeschlossen
Gestern war wieder ein besonderer Tag für unser Team und für die Gemeinde in Köthen. Wir haben die Arbeiten an der St. Jakob Kirche offiziell abgeschlossen und die Baustelle vollständig beräumt. Es erfüllt uns mit Stolz, dass wir dieses anspruchsvolle Projekt nicht nur in höchster Qualität, sondern auch exakt im geplanten Zeitrahmen fertigstellen konnten.

Die Altdeutsche Schieferdeckung gehört zur Königsklasse des Dachdeckerhandwerks, und das Ergebnis an diesem historischen Gebäude spricht für sich.

Zusätzliche Kupferarbeiten für langlebigen Schutz
Während der laufenden Arbeiten hat sich gezeigt, dass weitere Maßnahmen notwendig waren, um den Schutz des Gebäudes langfristig zu gewährleisten. Flexibilität ist auf solchen Baustellen entscheidend.
Zusätzlich zur geplanten Schieferdeckung haben wir deshalb umfangreiche Klempnerarbeiten durchgeführt. Dazu gehörten die Erneuerung der Dachrinnen sowie die passgenaue Anfertigung und Montage verschiedener Kupferbleche an den Wandanschlüssen. Diese Kombination aus Naturschiefer und Kupfer sorgt nicht nur für eine edle Optik, sondern auch für maximale Witterungsbeständigkeit.

Ein Blick zurück auf das Projekt
Wer sich noch einmal ansehen möchte, wie wir dieses Projekt angegangen sind und welche handwerklichen Details bei der Altdeutschen Deckung an diesem Objekt im Fokus standen, kann dies in unserem vorangegangenen Beitrag nachlesen. Dort haben wir ausführlich über die Herausforderungen und die Schönheit dieser traditionellen Deckart berichtet:
Hier geht es zum Projektbericht: Altdeutsche Schieferarbeiten an der St. Jakob Kirche in Köthen
Ein Blick in die Geschichte: St. Jakob als Zeitzeuge
Wer auf dem Dach der St. Jakob Kirche arbeitet, spürt förmlich den Atem der Geschichte. Dieses Gebäude ist nicht nur ein Arbeitsplatz, sondern das Wahrzeichen von Köthen mit einer beeindruckenden Historie, die über 600 Jahre zurückreicht.
Vom Grundstein zum Wahrzeichen
Der Bau der heutigen Kirche begann bereits im Jahr 1400. Über ein Jahrhundert lang arbeiteten Handwerker daran, bis das spätgotische Langhaus 1514 fertiggestellt wurde. Sie steht auf den Fundamenten eines noch älteren romanischen Vorgängerbaus aus dem 12. Jahrhundert. Seit jeher ist sie der Mittelpunkt der Stadt und diente als letzte Ruhestätte für die Fürsten von Anhalt-Köthen, deren Prunksärge sich in der Fürstengruft befinden.
Einsturz und Wiederaufbau: Die markanten Türme
Das heutige Erscheinungsbild mit den charakteristischen Doppeltürmen ist jünger, als man vermuten mag. Ursprünglich besaß die Kirche einen einzelnen Westturm, der jedoch im Jahr 1599 einstürzte. Erst Ende des 19. Jahrhunderts (1896–1898) erhielt die Kirche durch den Architekten Bernhard Sehring ihr heutiges Gesicht mit den 75 Meter hohen Zwillingstürmen, die wir heute stolz instand halten dürfen. Sie sind die höchsten Kirchtürme in Anhalt.
Ein Ort der Musik
Auch musikalisch hat St. Jakob eine besondere Bedeutung. Während seiner Zeit als Hofkapellmeister in Köthen (1717–1723) wirkte Johann Sebastian Bach in dieser Stadt. Zwar war seine Hauptwirkungsstätte das Schloss, doch der Geist der Musik ist in St. Jakob allgegenwärtig – nicht zuletzt durch die wertvolle Ladegast-Orgel aus dem Jahr 1872, die noch heute den Kirchenraum erfüllt.

Livestream vom Projekt
Für alle, die genau wissen wollen, wie wir bei der Altdeutschen Deckung vorgegangen sind, haben wir unsere Arbeitsschritte in einer umfangreichen Video-Playlist dokumentiert. Hier können Sie uns direkt auf die Finger schauen und die Entstehung der neuen Eindeckung Schritt für Schritt verfolgen:
Freie Fahrt zum Markt: Gerüstabbau beginnt
Eine wichtige Information für alle Köthener Bürger und Besucher: Da für die Arbeiten an der Kirche ein Spezialgerüst notwendig war, musste die gewohnte Anfahrtstrecke zum Markt in der letzten Zeit voll gesperrt werden.
Wir haben gute Nachrichten: Ab der kommenden Woche wird das Gerüst abgebaut. Damit wird die Straße wieder frei, und die gewohnte Zufahrt zum Marktplatz kann wieder uneingeschränkt genutzt werden. Wir danken allen Anwohnern und Verkehrsteilnehmern für ihre Geduld während der Bauphase.
Dank an den Auftraggeber
Zum Abschluss möchten wir uns ganz herzlich bei unserem Auftraggeber bedanken. Vielen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen in unsere Handwerksarbeit und die angenehme Zusammenarbeit bei diesem schönen Projekt an der St. Jakob Kirche.
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